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ausführliches Curriculum
Psychologische Psychotherapie TP oder TP + AP kombiniert als pdf-Datei bitte
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ausführliches Curriculum
Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie TP als pdf-Datei
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weitere Zusatzfachkunde: im
Rahmen des integrierten Curriculums wird auch die Fachkunde für folgende
Abrechnungsgenehmigungen im Lehrplan angeboten:
Für
die Gruppentherapie sind nachzuweisen:
-
Eingehende
Kenntnisse und praktische Erfahrungen in der Gruppen-Psychotherapie der
psychoanalytisch begründeten Verfahren oder der Verhaltenstherapie. Dabei
ist nachzuweisen, dass in mindestens
-
40
Doppelstunden analytischer oder tiefenpsychologisch fundierter
beziehungsweise verhaltenstherapeutischer Selbsterfahrung in der Gruppe, in
mindestens
-
24
Doppelstunden eingehende Kenntnisse in der Theorie der
Gruppen-Psychotherapie und Gruppen-Dynamik erworben wurden und mindestens
-
60
Doppelstunden kontinuierlicher Gruppenbehandlung, auch in mehreren Gruppen,
unter Supervision von mindestens
-
40
Stunden mit tiefenpsycholgisch fundierter oder analytischer Psychotherapie
oder mit Verhaltenstherapie durchgeführt wurden.
Für
die KJP sind nachzuweisen:
-
Eingehende
Kenntnisse und Erfahrungen in der Entwicklungspsychologie und
Lernpsychologie einschließlich der speziellen Neurosenlehre sowie der
Psychodiagnostik bei Kindern und Jugendlichen mit mindestens 200 Stunden.
-
Mindestens
4 Fälle analytischer oder tiefenpsychologisch fundierter Psychotherapie mit
mindestens 200 Stunden insgesamt oder mindestens 5 Fälle in
Verhaltenstherapie mit mindestens 180 Stunden, wobei diese
Krankenbehandlungen
-
insgesamt
selbständig unter Supervision - möglichst nach jeder vierten
Behandlungsstunde bei analytischer und tiefenpsychologisch fundierter
Psychotherapie oder nach jeder dritten bis vierten Behandlungsstunde bei
Verhaltenstherapie - bei Kindern und Jugendlichen durchgeführt und
abgeschlossen wurden.
Für
Hypnose / AT / PMR sind nachzuweisen:
Ausbildung
in psychologischer Psychotherapie:
Allgemein dauert die Ausbildung
mind. 3 Jahre
Vorbemerkungen
zum Curriculum "Tiefenpsychologisch
fundierter Psychotherapie"
Auf
der Grundlage der Rahmen-Weiterbildungsordnung für Weiterbildungsinstitute der
deutschen Fachgesellschaft für tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie (DFT)
werden im folgenden die Ausbildungsordnung und das Curriculum des Lehrinstitutes
Bad Salzuflen - Weiterbildungsstätte der DFT - in Kooperation mit dem Klinikum
für Rehabilitation - Kliniken am Burggraben - Klinik Flachsheide - dargestellt.
Was
ist Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie?
Die
Psychotherapie-Richtlinien in der Fassung vom 23.10.1998, B, I - 1.1.1
formulieren:
"Die
tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie umfaßt ätiologisch orientierte
Psychotherapieformen, mit welchen die unbewußte Psychodynamik aktuell wirksamer
neurotischer Konflikte unter Beachtung von Übertragung, Gegenübertragung und
Widerstand behandelt werden. Eine Konzentration des therapeutischen Prozesses
wird durch Begrenzung des Behandlungszieles, durch ein vorwiegend
konfliktzentriertes Vorgehen und durch Einschränkung regressiver Prozesse
angestrebt. Die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie gelangt auch in
jenen Fällen zur Anwendung, in denen eine längerfristige therapeutische
Beziehung erforderlich ist. Als Sonderformen können zur Anwendung kommen:
Kurztherapie, Fokaltherapie, dynamische Psychotherapie und niederfrequente
Therapie in einer längerfristigen, Halt gewährenden therapeutischen
Beziehung".
Die
Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie basiert zunächst auf
"Sinnkonstruktionen", also Modellen mit Hypothesencharakter zum Verständnis
sehr komplexer Systemzusammenhänge, die hilfreich sind zur Heilung oder
Linderung von Störungen, bei denen psychische Faktoren relevant sind.
Ein
Grundgedanke in der tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie ist die
Annahme, daß psychische Störungen auch verstanden werden können als durchaus
"sinnvolle" Abwehr- oder Selbstheilungsversuche eines bedrängten
Selbst oder Ichs.
Wie
in einigen anderen Verfahren wird hier die individuelle, psychotherapeutische
Beziehung in ihrer Dynamik im Psychotherapieprozeß als hilfreiche Beziehung
verstanden ("der Mensch wird am Du zum Ich" - so Martin Buber), die
durch eine besondere Haltung auch "heilend" wirken kann: in
Bindungsschemata und im Beziehungsverhalten können nicht nur diagnostische und
therapeutische Erkenntnisse gewonnen und verstanden werden, sondern in der
Reinszenierung auch unmittelbar erlebt und durch "Deutung und
Durcharbeiten" im günstigen Falle überwunden werden. Die therapeutische
Beziehung ist damit ein wesentliches Moment in der Tiefenpsychologie.
Weitere
Annahmen sind vielleicht die Konstrukte der bewussten und unbewussten
Psychodynamik von Konflikten, die Annahme einer Wechselwirkung zwischen
"aktuell wirksamen Konflikt und lebensgeschichtlich sowie biologisch
verfestigter Struktur bei der Symptommanifestation" und das Bemühen um
"einfühlendes Erkennen" dieser individuellen Sinnhaftigkeit der
seelischen Störungsdynamik mit Hypothesen zur Ätiologie, der aktuell wirksamen
Pathogenese, der resultierenden Symptomatik und ihrer Wandelbarkeit in den möglichen
Symptomverschiebungen, auch in Abhängigkeit der individuell - unbewussten
Sinnkonstruktionen des Patienten.
Einer
eher wissenschaftstheoretischen Überlegung gilt der Berücksichtigung der
"psychotherapeutischen Unschärferelation": Je mehr sich die
Psychotherapie dem Erleben in der therapeutischen Beziehung entzieht und das
Krankheitsgeschehen etwa durch "Zähl-Raster" zu Objektivieren
versucht, desto mehr wird die heilende, intuitive Beziehung in der
Psychotherapie verschlossen. Andererseits kann aber die Vermittlung von
Kompetenzen nur dann erfolgen, wenn Effekte in der Therapie replizierbar,
verstehbar und vermittelbar werden. Von daher ist die kritische Reflexion
eigenen psychotherapeutischen Erlebens und des Wahrgenommenen durch Bezugnahme
auf eine Therapietheorie unerlässlich.
Neben
der objektivierenden Sichtweise im Sinne einer experimentellen, operationalen
und meßbaren Perspektive ist damit auch das Subjektive in der Psychotherapie
ganz wesentlich für ein effizientes psychotherapeutisches Vorgehen: je nach Störungsdynamik
oder Indikation kann entweder die Entfaltung der therapeutischen Beziehung oder
der Einsatz von spezifischen therapeutischen Interventionen im Therapieprozeß
hilfreich unterstützt werden. Dies wird in der Ausbildung gefördert durch die
Selbsterfahrung und die Aneignung von Basiskompetenzen aus den
erlebnisorientierten Perspektiven. Damit ist auch das zweite wesentliche Merkmal
der Tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie als psychodynamisches
Verfahren benannt: die fokussierte Arbeit an der Störung: die des Themas und
die der Technik.
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zum Inhalt
Ausbildungsziel
Die
Ausbildung in der psychologischen Psychotherapie legt die Ausbildungs- und Prüfungsverordnung
für psychologische Psychotherapeuten (PsychTh-APrV vom 18.12.1998) mit dem Ziel
zur staatlichen Prüfung für psychologische Psychotherapeuten gemäß der APV
nach § 7 ff und dem Antrag auf Approbationserteilung entsprechend § 19
zugrunde.
Auf
der Grundlage von Ausbildungsplänen erfolgt die Vermittlung von eingehenden
Grundkenntnissen in wissenschaftlich anerkannten psychotherapeutischen Verfahren
sowie eine vertiefte Ausbildung in der tiefenpsychologisch fundierten
Psychotherapie. Sie ist auf der Grundlage des wissenschaftlichen
Erkenntnisstandards praxisnah und patientenbezogen durchzuführen.
Den
Ausbildungsteilnehmern werden insbesondere Kenntnisse, Fähigkeiten und
Fertigkeiten vermittelt, die erforderlich sind, um in der Diagnostik, Therapie
und Rehabilitation von Störungen mit Krankheitswert, bei denen Psychotherapie
indiziert ist und bei der Therapie psychischer Ursachen, Begleiterscheinungen
und Folgen von körperlichen Erkrankungen unter Berücksichtigung der ärztlich
erhobenen Befunde zum körperlichen Status und der sozialen Lage der Patienten
auf den wissenschaftlichen, geistigen und ethischen Grundlagen der
Psychotherapie eigenverantwortlich und selbständig handeln zu können.
Die
Ausbildung vermittelt Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten im Sinne von
Behandlungstechniken und indikationsorientierten Interventionsformen, auch über
die Reflexion und die Selbsterfahrung, die Förderung von intuitiven Erfahrungen
in der psychotherapeutischen Beziehung sowie erweiternde Kenntnisse und
Erfahrungsaspekte, die für einen effektiven, patienten- oder
indikationsorientierten Zugang in der ambulanten und stationären Behandlung
sinnvoll sind.
Dabei
geht es zum einen um die Vermittlung von Kompetenzen und Fertigkeiten im Sinne
objektivierbarer Techniken in der Diagnose und Behandlung; zum anderen um den
intuitiven Zugang zu einer heilenden, therapeutischen Beziehung, in der Subjekt
und Objekt nicht getrennt betrachtet werden können.
Die
folgende Ausbildungsordnung und das Curriculum sollen dabei einerseits die
erforderlichen Fähigkeiten, Kenntnisse, Fertigkeiten bzw. Kompetenzen
vermitteln, die zur staatlichen Prüfung in der psychologischen Psychotherapie
erforderlich sind.
Andererseits
sollen sie aber auch in der fakultativen Erweiterung die Grundlagen für einen
methodenübergreifenden, effizienten psychotherapeutischen Zugang schaffen: Fühlen
und Spüren (z.B.: Körper) - Erleben und Agieren (z.B.: ausprobierendes
Spielen) - Imaginieren und Fokussieren (z.B.: Phantasie) - Utilisieren und
Ankern (z.B.: erweiterter Bezugsrahmen) - oder Einfühlen und Verbalisieren
(z.B.: Introspektion) und Einüben und Umstrukturieren (z.B.: Training) -
letztlich sind viele psychotherapeutische Ansätze nützliche Werkzeuge in der
effizienten und wirtschaftlichen Psychotherapie; es kommt aber auch auf die Hand
an, die diese Werkzeuge führt.
Dabei
geht es nicht nur um eine technische Handhabung, sondern hier fließen auch sehr
persönliche, ethische und menschliche Grundhaltungen mit ein, die in der
psychotherapeutischen Arbeit ebenso wesentlich über Erfolg und Mißerfolg
mitbestimmen, wie der fachliche Gebrauch entsprechender psychologischer
Techniken.
Die
Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie ist offen für theoriegeleitete,
psychodynamische Erweiterungen zur Steigerung der Behandlungs-Effektivität.Sie
versteht sich aber nicht als "Multimix" von
"Psychotechniken", sondern ist verwurzelt im Theoriegebäude der
Psychodynamischen Grundorientierung der analytisch begründeten Verfahren.
Das
gleiche gilt analog für die Verhaltenstherapie; auch hier sind
beziehungsorientierte Ergänzungen des bereits störungsspezifischen Ansatzes
sinnvoll.
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